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GärtenFoto: Claire Guerrier | Text: Oliver Lüdi Wer nie jenes Glück empfand, das mit der Bestellung eines Gartens einhergeht, mit guten, ehrlichen Tätigkeiten wie Graben, Hacken und In-der-Erde-Wühlen … wer sich nie der hoffnungsfrohen Tätigkeit des Säens hingab und, wenn die Zeit gekommen war, der dankbaren des Erntens – der, na ja, findet hoffentlich woanders sein Glück. Alle anderen, nein, die anderen, wissen wovon die Rede ist und möchten ihr Stück Garten – und sei es auch noch so bescheiden, nicht mehr missen, ein Besitz, mit dem sich, das sollte nicht verschwiegen werden, auch gewisse Mühen und Pflichten verbinden. Als da zum Beispiel sind: regelmässiges Wässern, das Jäten von Unkraut oder auch der Kampf gegen tierische Schädlinge, wozu wir manche Käfer (z.B. Blattkäfer und Dickmaulrüssler), gemeine Blattläuse, einige Raupenarten (wie Ringelspinner, Weidenbohrer und Obstbaumminiermotte) und nicht zuletzt Nacktschnecken zählen, die bekanntlich zarte Salatblätter mögen, aber auch einen ausgewachsenen Kopfsalat oder Salatkopf rübis und stübis (freilich in Schneckengeschwindigkeit) wegputzen. Wer, wie ich, nie jenes Glück des Gärtnerns empfand, lässt sich von einem Dickmaulrüssler natürlich ernsthaft einschüchtern. Der wahre Gartenfreund jedoch wird sich den Eindringlingen entgegenstellen und sie unerbittlich bekämpfen. Beide Lager (irgendwie ist diese kleine Gartenidylle ins Kriegerische abgesackt) könnten beim Lesen eines Buches ihr Glück (und ihren Frieden) finden. Beim Lesen natürlich, wo denn sonst. |



















